Blickpunkt: Gallium
Jeder kennt natürlich Quecksilber, welches als einziges Metall bei Raumtemperatur flüssig ist. Allerdings ist es auch ziemlich giftig, weshalb der Umgang mit Quecksilber nicht unbedingt zu empfehlen ist.
Gallium hingegen ist prinzipiell ungiftig (essen sollte man es vielleicht trotzdem nicht). Mit einem Schmelzpunkt von knapp 30 Grad ist es auch kein Problem, Gallium in die flüssige Phase zu überführen, zumal die Kristallisation kinetisch gehemmt erfolgt und der flüssige Zustand so auch bei etwas geringeren Temperaturen noch erhalten bleibt.
Einmal verflüssigt, kann man das Gallium ruhig berühren oder in die Hand nehmen; es ist ein interessantes Gefühl, wenn das flüssige Metall auf der Handfläche hin- und herrollt. Zu lange sollte man diesen Spaß jedoch nicht betreiben, schließlich kann Gallium ätzend auf Haut und Schleimhäute wirken. (Wie gesagt, besser nicht essen!)
Und natürlich kann man das Gallium auch wieder auskristallisieren lassen! Lässt man es in Ruhe in einem geeigneten Gefäß stehen, kann man sehr schön beobachten, wie sich gerade Strukturen auf der Oberfläche ausbilden und weiter wachsen. (Siehe Bild)
In der Wikipedia gibt es einen exzellenten Artikel zum Thema Gallium; dort haben wir auch eine größere Version des Bildes hineingestellt.
Kommentare
-
Nr. 1Jonas Bresien | http://dblay.de | 14.09.2010 16:02Nachtrag: Bei Wikipedia gibt es noch weitere schöne Bilder von Gallium-Kristallen. Angucken lohnt sich! Außerdem haben wir bei Wikimedia Commons auch ein kurzes Video von flüssigem Gallium hochgeladen. Es ist unter der Adresse http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Liquid_Gallium.ogg zu erreichen.
